Stadt Spremberg/Grodk und Spremberger Kino & Kultur GmbH
Ein Festjahr für unsere Heimat
Man soll die Feste bekanntlich feiern, wie sie fallen. Spremberg/Grodk geht da mit gutem Beispiel voran. Im Jahre 1893 gab es hier schon einmal eine 1.000-Jahrfeier und 1970 wurde das falsche 700. Jubiläum zelebriert. Doch 2026 ist alles richtig. Die Urkunde liegt vor und Spremberg/Grodk feiert 725 Jahre Ersterwähnung. Und dies das ganze Jahr über.
Mit dem Jahresempfang im Januar 2026 gab die Bürgermeisterin Christine Herntier den Startschuss zu einer Vielzahl von Veranstaltungen: Ausstellungen, Vorträge, Diskussionsrunden, Jubiläen, Gedenkfeiern, sportliche Wettbewerbe, öffentliche Feste und Kultur-Events im Zeichen „725 Jahre Spremberg/Grodk“, die im Dezember mit der „Spremberger Weihnacht“ (11. bis 13. Dezember) zu Ende gehen.


Die Amtszeit unserer SPREENIXE Lucy läuft ab. Deshalb wird eine neue SPREENIXE gesucht, die die Stadt bei verschiedenen Anlässen präsentieren möchte. Bewerbungen sind bis zum 12. April 2026 möglich unter veranstaltungen@skk-spremberg.de oder in der Stadt & Tourist Information.
Foto: SKK
Ausstellungen und Vorträge
Im Niederlausitzer Heidemuseum im Schloss Spremberg wird sich mit Sonderausstellungen dem Jubiläumsjahr gewidmet. So geht es momentan um die Festkultur in Spremberg/Grodk und dem Landkreis Spree-Neiße (bis 7. April) und am 3. Mai eröffnet eine Ausstellung zur Geschichte der Innenstadt. Das passt zum Kongress der Brandenburgischen Archivare, der nicht nur Spremberg/Grodk als Tagungsort auserwählt hat, sondern sich auch mit öffentlichen Vorträgen an interessierte Bürgerinnen und Bürger wendet.
Im neu eröffneten Bürgerhaus der Stadt wurde im 1. Stock eine Ausstellungsfläche installiert, die Ende Januar vom Lebenshilfe e. V. mit seinem Projekt „Die Paparazzi“ eingeweiht wurde. Dieser neue Bereich ergänzt die Ausstellungen im Foyer des Spreekinos, im Rathaus, im Bergschlösschen und im Schloss Hornow und wird den verschiedensten Themen Raum geben.

Das Schloss beheimatet das Heimatmuseum, die Bibliothek und die Musikschule und lädt in diesem Jahr zu Sonderausstellungen, Lesungen, geführten Turmbesteigungen u.v.m. ein. Schon im 11. Jahrhundert wurde zum Schutz des Spreeüberganges an der Stelle des heutigen Schlosses eine Turmburg errichtet. Diese wurde dann zur Burg und Ende des 17. Jahrhunderts zum Schloss ausgebaut.
Archivfoto: Stadt & Tourist Information Spremberg
Historische Ein- und Ausblicke
Mit seiner Vortragsreihe zur Geschichte der Stadt (19. Februar /26. März / 21. Mai / 29. Oktober) gibt der ehemalige Chef des Museums Eckbert Kwast Einblicke in Details der Historie. Besonders heiter wird es, wenn er dies gemeinsam mit dem Spremberger Original Harri Piel im Café Zille veranstaltet (3. April). Weitere Möglichkeiten, die Historie und die gute Aussicht zu erkunden, gibt es für die Spremberger und ihre Gäste zur legendären Museumsnacht mit einer Theateraufführung der „Räuberhauptmann-Lauermann-Geschichte“ (29. August) oder einer geführten Turmbesteigung (17. Mai /25. Juli / 20. Oktober/ 10. Dezember) im Schloss Spremberg. Besonders reizvoll sind ohne Frage die geführten Bustouren zur Talsperre Spremberg (8. und 11. Oktober).
Diskussionen und Gedenken
Interessante Themen und spannende Lesungen zur Geschichte, Gegenwart und Zukunft der Stadt werden das Themenjahr in den verschiedensten Formaten begleiten. So eröffnete das „Bündnis Unteilbar“ mit seinem „Stolperstein-Theater“ Anfang März und weiteren Stolperstein-Verlegungen auf dem Georgenberg mit dem Künstler Gunter Demnig den Reigen. Gabriele Krone-Schmalz stellte Mitte März in der Kreuzkirche ihr Buch „Respekt geht anders“ vor und zum Tag des Buches (23. April) erlebt das Spremberger Buch „Als die Schornsteine noch rauchten“ eine Neuauflage. Das Spreekino gedenkt des 80. Geburtstags der DEFA (17. Mai) und im Schloss Hornow/Lěšće sind Lesungen aus den Tagebüchern des Malers Max Rabes (28. März) und des Spremberger Landrats Erwin Wilkins (18. April) geplant.

Die Freilichtbühne wird im Jubiläumsjahr Schauplatz für viele Höhepunkte wie der Sport- und Kulturwoche, dem Sommerkino, Konzerten und vieles mehr. Auch zum Heimatfest spielt das Spremberger Juwel eine zentrale Rolle.
Foto: Michael Apel/SKK
Kulturelle Events
Die Spremberger Freilichtbühne direkt im Herzen der Stadt ist ein besonderes kulturelles Juwel in der „Perle der Lausitz“ – wie sich Spremberg/Grodk gern nennt. Im Jubiläumsjahr zeigt sich die Kulturstätte für über 3.000 Zuschauerinnen und Zuschauer von ihrer besten Seite. Stars wie Olaf Schubert (11. Juni), Nino de Angelo (12. Juni), Matthias Reim (4. September) und Ben Zucker (5. September.) folgen dem großen Blasmusik-Contest (24. Mai), der Sport- und Kulturwoche (13. bis 19. Juli) und dem Konzert des Sorbischen Nationalensembles (30. August). Nach dem „Spremberger Heimatfest“ (07. bis 10. August) mit seinem großen Festumzug (9. August, 15 Uhr) gibt es das traditionelle Sommerkino (19. bis 23. August).
Kultur wird hier aber nicht nur auf der Freilichtbühne großgeschrieben. Das Spreekino Spremberg, das MGZ Bergschlösschen, das Schloss in Hornow/Lěšće, die Kreuzkirchengemeinde, Gleis 19 oder das Freibad in Schwarze Pumpe/Carna Plumpa, aber auch viele Gastronomen laden zu Konzerten, Filmveranstaltungen, Lesungen oder Comedy-Shows ein.

Das „Lausitzer Mülltonnenrennen“ am 30. Mai 2026 in Sellessen/Zelezna gehört zu den skurrilen Spaß- und Sportevents. Weitere besondere Veranstaltungen sind u. a. die „Grützwurst-Rally“ in Trattendorf /Dubrawa (17. Oktober), das „Kürbisschnitzen“ in Schwarze Pumpe /Carna Plumpa (24. Oktober) und das „Sauerkrautfest“ in Terpe /Terpje (24. Oktober).
Foto: Spree-PR /D. Kühn
Sportveranstaltungen
Sportlich ist es 2026 in Spremberg/Grodk nicht nur beim Public Viewing zur Fußball WM, sondern das ganze Jahr über. Neben Fußball können die Gäste der Stadt Judo, Kanu, Billard, Bogenschießen und Motor-Rennsport auf hohem Niveau erleben. Aber auch für solche exotischen Sportarten wie das Mülltonnenrennen (30. Mai), den Volkstriathlon (7. Juni), das 24-Stundenschwimmen (20. Juni), das Vogelschießen (4. Juli), das Drachenboot-Rennen (29. August) oder das Hundeschlittenrennen (21. und 22. November) ist Platz in der grünen Stadt an der Spree. Zum „Tag der Ortsteile“ (14. Juni) geht es auf eine 72,5 km lange Radtour durch alle Ortsteile der Stadt. Überhaupt tragen die 14 Dörfer mit ihren Dorffesten, Maibaumaufstellen, Osterfeuern, Zampern und anderen Veranstaltungen der traditionellen Brauchtumspflege sehr zum Gelingen der Feierlichkeiten bei und prägen kulturell den besonderen Reiz der Stadt.
Feste und Märkte
„FESTE FEIERN“ heißt es im Motto zum 725. Stadtjubiläum. Dazu gehören in erster Linie das „Heimatfest“ (7. bis 10. August), das „Spremberger Frühlingsfest“ (28. bis 29. März), der „Spremberger Herbstmarkt“ (26. September) und die „Spremberger Weihnacht“ (11. und 13. Dezember). Und das ist längst nicht alles: Der Ortsteil Haidemühl/Gózdź feiert „20 Jahre Umsiedlung“ (5. bis 7. Juni) und es gibt zahlreiche Handwerker- oder Trödelmärkte in der Innenstadt oder am Gleis 19 in Schwarze Pumpe/Carna Plumpa. „Räucherkräuter“ in Cantdorf/Konopotna (13. September), „Kartoffelfest“ in Lieskau/Lěsk (3. Oktober), „Grützwurst-Rally“ in Trattendorf /Dubrawa (17. Oktober), „Kürbisschnitzen“ in Schwarze Pumpe/Carna Plumpa (24. Oktober), „Sauerkrautfest“ in Terpe/Terpje (24. Oktober) oder „Adventsgrillen“ in Sellessen/Zelezna (28. November) sind nicht nur kulinarische Höhepunkte, sondern Feste der Geselligkeit, die eine besondere Lausitzer Atmosphäre versprühen.
„Spremberger Kneipennacht“ (17. Oktober), „Spremberger Lichternacht“ (6. November) oder der „Tag des Kusses“ am Schwanenteich (6. Juli) – täglich füllt sich der Terminkalender der Feierlichkeiten zum 725. Stadt-Geburtstag mehr und mehr. Überhaupt ist diese große Feier ein Fest der Bürgerinnen und Bürger, der Vereine und Initiativen, der Ortsteile und Gewerbetreibenden der Stadt, die mit ihren Ideen das Programm bereichern und gestalten.
Aktuelles
Damit man auch ja nichts verpasst, werden alle Veranstaltungen von der Stadt & Tourist Information auf ihrer Webseite erfasst und ergänzt. Mehrmals im Jahr erscheint der aktualisierte Programm-Flyer, mit dem zahlreiche Gäste aus der Lausitz, aus Brandenburg und Sachsen und darüber hinaus angelockt werden sollen.
Ein Besuch in der „Perle“ lohnt immer. Im Jahr 2026 ist es aber ohne Frage ein besonderes Erlebnis.