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Herausgeber: Stadt Spremberg/Grodk · GeWoBa · SWS · SKK · SWAZ · ASG · Krankenhaus Spremberg

KRANKENHAUS SPREMBERG

Gemeinsame Zukunft im Fokus

Wertschätzend, verlässlich, vertrauensvoll, kompetent, professionell – so wünschen sich Mitarbeitende die Führungsebene eines Unternehmens. Gibt es mehrere leitende Positionen, beispielsweise wegen verschiedener Bereiche oder der Verteilung auf mehreren Schultern, gehören ein gemeinsamer Stil, Verbindlichkeit und ein einheitliches Verständnis zu den Punkten, die für das Team wichtig sind. Das Spremberger Krankenhaus hat deshalb ein Führungskräfte-Entwicklungsprogramm (FEP) umgesetzt.

Sie haben gemeinsam eine wertschätzende Unternehmenskultur erarbeitet und umgesetzt: Trainerin Dr. Doreén Wächtler-Becker (l.), Krankenhaus-Geschäftsführer Tobias Grundmann und Christin Nowak, Leiterin der Personalabteilung.
Fotos (2): Anja Schröder/Krankenhaus Spremberg

Verantwortlich für das FEP ist Christin Nowak, seit 2004 im Spremberger Krankenhaus beschäftigt, seit 2021 die Leiterin der Personalabteilung. Sie und Geschäftsführer Tobias Grundmann haben sich als Partner für das Coaching die renommierte Trainerin Dr. Doreén Wächtler-Becker an die Seite geholt. Sie hat in den vergangenen Monaten 55 Mitarbeitende durch das Programm geleitet.

Alle Bereiche vertreten

Das sind im Spremberger Krankenhaus vom Küchenleiter bis zum Chefarzt alle Führungskräfte und ihre Stellvertreterinnen und Stellvertreter. Im ärztlichen Bereich zählen dazu die Chefärzte und die Oberärzte, im Pflegebereich sind das die Pflegedienstleitung, die Bereichsleiter und die stellvertretenden Bereichsleitungen, außerdem die Teamleitungen und die Abteilungsleiter der anderen Gebiete. „Unser Ziel war es, Führungskräfte aus allen Bereichen miteinander zu vernetzen und ihnen ein gemeinsames Verständnis von guter Führung mitzugeben. Denn wenn wir offen zusammenarbeiten, uns gegenseitig unterstützen und dieselbe Richtung verfolgen, können wir gemeinsam viel für unsere Mitarbeitenden und die Versorgung unserer Patientinnen und Patienten erreichen“, sagt Christin Nowak. Das große Ziel des Programms: die Steigerung der Mitarbeiterzufriedenheit, eine langfristige Mitarbeiterbindung sowie die Etablierung eines einheitlichen Führungsverständnisses und einer gemeinsamen Führungssprache im Unternehmen. Durch die Vermittlung zentraler Management- und Führungskompetenzen wird die Fähigkeit gestärkt, Konflikte konstruktiv zu lösen und Mitarbeitende zielgerichtet zu leiten.
Wertschätzung ist wesentlicher Bestandteil der Unternehmenskultur und ein entscheidendes Element, um ein sicheres Arbeitsumfeld zu schaffen. Dazu zählt, Führungskräfte zu sensibilisieren, Personalentwicklungspotenziale zu erkennen und die individuelle Entwicklung von Mitarbeitenden zu unterstützen. Ebenso wichtig ist es, das Team auf die Herausforderungen eines dynamischen Umfelds, zum Beispiel durch politische und gesetzliche Veränderungen, Inflation oder Krisen vorzubereiten, sodass es reagieren kann.

Blick über den Tellerrand

In den 15 Monaten seit dem Start des FEP konnten die Teilnehmenden viele interessante Workshops an verschiedenen Orten erleben. Die Confiserie Felicitas in Hornow/Lěšće war ebenso Schauplatz wie das Spreekino. „Die Trainings haben uns unter anderem darin geschult, interne Herausforderungen und Problemfelder frühzeitig zu erkennen, Unterstützungsbedarfe zu sehen und darauf zu reagieren, das Rollenverständnis zu überprüfen, die Kommunikations- aber auch die Konfliktfähigkeit zu verbessern und vieles mehr“, so Christin Nowak. Mindestens genauso wichtig war und ist es, das Verständnis für andere Arbeitsbereiche und -abläufe zu entwickeln, gerade weil in einem Krankenhaus viele verschiedene Gebiete ein großes Ganzes ergeben – vom Einkauf über die Küche bis hin zur Haustechnik, dem Stationsbetrieb und dem OP. Der Blick über den Tellerrand war Teil des Programmes, der sehr zur Stärkung des Wir-Gefühls und des bereichsübergreifenden Austauschs zwischen den Führungskräften beigetragen hat. Tobias Grundmann, Geschäftsführer des Krankenhauses Spremberg: „Der offene Dialog über ähnliche Herausforderungen und gemeinsame Lösungsansätze fördert das gegenseitige Verständnis. Dadurch entstehen interdisziplinäre Netzwerke, und die gegenseitige Unterstützung, zum Beispiel zwischen Chefarzt und Küchenleitung, wächst.“

Wertschätzendes Miteinander

Daneben wurde Wissen in Bezug auf arbeitsrechtliche Grundlagen und Zeitmanagement vermittelt. Christin Nowak: „Die Förderung einer guten Führungskultur und einer Kultur der Wertschätzung und Anerkennung ist die Basis für eine hohe Mitarbeiterzufriedenheit. Wir freuen uns sehr über die gelungene Einführung und Umsetzung des Programms angesichts der Herausforderung, Fachkräfte zu gewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden.“ Das betont auch Tobias Grundmann: „Der erfolgreiche Abschluss unseres Führungskräfte-Entwicklungsprogramms ist ein wichtiger Meilenstein für unser gesamtes Krankenhaus. Starke Führung schafft Orientierung, fördert Zusammenarbeit und ist die Grundlage für eine hochwertige Versorgung unserer Patientinnen und Patienten. Mit diesem Programm investieren wir nicht nur in unsere Führungskräfte von heute, sondern stärken zugleich die Zukunftsfähigkeit unseres Hauses.“

Die große Veranstaltung zum Abschluss des Programms fand im Spreekino statt. Dr. Doreén Wächtler-Becker hat eine Netzwerkagentur für Personal, Management und Coaching und als Trainerin die 55 Führungskräfte des Krankenhauses über Monate begleitet.

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