SWAZ
Ministerin übergibt dem SWAZ einen Fördermittelbescheid
756.952,65 Euro in Form eines Zuwendungsbescheides hat Brandenburgs Staatskanzleichefin Kathrin Schneider Anfang Juni an Stefan Grohmann, Verbandsvorsteher des Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverbandes, übergeben. Die Fördermittel fließen in die Stärkung des Trinkwasserverbundes Lausitzer Revier und werden in die Sicherung einer leistungsfähigen Wasserinfrastruktur im Bereich des SWAZ investiert.

Mit dem Trinkwasserverbundsystem entsteht in Brandenburg und Sachsen eine wirtschaftsnahe Infrastruktur, damit die Wasserversorger auch in Zukunft Trinkwasser in ausreichender Menge und Qualität bereitstellen können. Insgesamt sind sechs Mitglieder in der Arbeitsgemeinschaft organisiert: ewag kamenz (Energie und Wasserversorgung AG), Kommunale Versorgungsgesellschaft Lausitz mbH, Versorgungsbetriebe Hoyerswerda GmbH, Wasserverband Lausitz (WAL), Ver- und Entsorgungswerke Bad Muskau GmbH und der Spremberger Wasser- und Abwasserzweckverband (SWAZ). Das Gesamtkonzept der Versorgung über den Kohleausstieg hinaus besteht aus 49 aufeinander abgestimmten Teilprojekten – darunter 15 in Brandenburg und 34 in Sachsen. Ziel ist es, die vorhandenen Wasserversorgungsanlagen der einzelnen Zweckverbände miteinander zu vernetzen, um die Ressourcen flexibler zu steuern und Engpässe auszugleichen.
Ersatz für alte Leitung
„Wir verstehen den Zuwendungsbescheid als ein Zeichen der Unterstützung, der Anerkennung und des Vertrauens in die Arbeit des SWAZ, die wir hier gemeinsam für die Zukunft unserer Region leisten“, sagte Stefan Grohmann. „Dieses Vorhaben steht beispielhaft für Zusammenarbeit, Weitblick und Verantwortung – für unsere Gemeinden, unsere Wirtschaft und die Menschen, die hier leben.“

Ein Fördermittelbescheid in Höhe von mehr als 750.000 Euro hat Brandenburgs Staatskanzleichefin Kathrin Schneider an den SWAZ-Verbandsvorsteher Stefan Grohmann übergeben. Mit dem Geld wird die Stärkung des Trinkwasserverbundes Lausitzer Revier unterstützt.
Fotos (2): SWAZ
Eine leistungsfähige Wasserinfrastruktur ist eine wichtige Voraussetzung für wirtschaftliche Entwicklung, neue Investitionen und eine hohe Lebensqualität in der Lausitz. Als Teilprojekt im Trinkwasserverbundsystem Lausitz ist eine neue Wasserleitung vom Wasserwerk (WW) Spremberg/Grodk entstanden, die das Ortsnetz Schwarze Pumpe/Carna Plumpa mit Trinkwasser versorgt. Das WW verfügt über drei Ausgangsleitungen, eine ist die mehr als 50 Jahre alte Transportleitung aus Stahlbetonrohren. Die jetzige geförderte Baumaßnahme beinhaltet die Sanierung des letzten Abschnittes mit einem Düker unter der Spree hindurch, Rohreinzug und Spülbohrverfahren sowie dem Rückbau der Rohrbrücke über der Spree. Damit wird der letzte Teilabschnitt der Hauptausgangsleitung vom Wasserwerk Spremberg/Grodk ins Trinkwasserverbundsystem in Richtung Schwarze Pumpe ertüchtigt.
Weitere Projekte geplant
Ein weiteres Projekt, das im Rahmen des Trinkwasserverbundes realisiert werden soll, ist die 3.500 m lange Verbindungsleitung zwischen Döbern und Bad Muskau, um eine gegenseitige Belieferung zu gewährleisten. Die Maßnahmen dienen dazu, weitere Orte in das Verbundsystem einzubeziehen, dessen räumliche Reichweite zu erweitern und so neue Entwicklungspotenziale nutzbar zu machen.
Außerdem erfolgte die Erweiterung der Kapazität des Wasserwerks Spremberg/Grodk. „Das ist nötig, weil auftretende Abnahmespitzen im Trinkwasserverbund mit einer kurzfristigen Leistungserhöhung und Einspeisung in den Verbund ausgeglichen werden können.“ Bereits gefördert wurde der Verteilungsknoten der Druckerhöhungsstation (DE) Schwarze Pumpe/Carna Plumpa. Die DE ist eine zentrale Anlage, um das Trinkwasser zuverlässig zwischen Sachsen und Brandenburg zu transportieren. Es ist also ein symbolträchtiger Baustein der länderübergreifenden Zusammenarbeit. Stefan Grohmann: „Dieses Projekt läuft nicht im Alleingang, sondern ist Ausdruck einer gemeinsamen Kraftanstrengung vieler Akteure – zahlreicher Trinkwasserversorger, Landkreise, Kommunen sowie Vertreter des Landes Sachsen und des Landes Brandenburg – und genau das macht es so besonders.“ Dank gilt allen Partnern und dem Team des SWAZ, das täglich mit großem Einsatz an der Planung und Umsetzung des Trinkwasserverbundes arbeitet. Mit dem Trinkwasserverbund Lausitzer Revier werden die infrastrukturellen Voraussetzungen geschaffen, damit sich neue Unternehmen in der Lausitz ansiedeln können. Denn Industrie- und Gewerbeansiedlungen benötigen planbare und zuverlässige Wasserverfügbarkeit.
Trinkwasserverbund Lausitzer Revier
Eine funktionierende Infrastruktur der Trinkwasserversorgung ist elementar für den Lebens- und Wirtschaftsraum, erst recht in der Bergbauregion Lausitz. Im Trinkwasserverbund Lausitzer Revier werden rund 250.000 Menschen sowie zentrale Industriestandorte auf einer Fläche von etwa 3.200 Quadratkilometern versorgt. Das aus der Bergbautätigkeit entstandene Verbundsystem bekommt jetzt eine neue Bestimmung: Es ist die Basis für einen zukunftsweisenden Trinkwasserverbund. Damit es zukunftsfähig bleiben kann, sieht das technische Gesamtkonzept 49 Teilmaßnahmen der beteiligten sächsischen und brandenburgischen Wasserversorger des Verbunds, die sich in einer ARGE zusammengeschlossen haben, mit einem Investitionsvolumen in Höhe von ca. 185 Mio. Euro. Die Projekte sind zur Umsetzung innerhalb eines Zeitraums von 2021 bis 2038 geplant.