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Herausgeber: Stadt Spremberg/Grodk · GeWoBa · SWS · SKK · SWAZ · ASG · Krankenhaus Spremberg

ASG SPREMBERG

„Spremberg auf Zeit“ – 202 Bewerbungen und ein Umzug

Die Probewohn-Aktion „Spremberg auf Zeit“ hat im Sommer 2026 für sehr großes Interesse gesorgt: 202 Bewerbungen sind innerhalb eines Monats für die zweite Runde eingegangen.

Die ersten Probewohner 2026 in Spremberg/Grodk waren Aleksandr Galchak und Polina Kravtsova (v. l.) aus Berlin. Als Ansprechpartnerin zur Seite stand dem Paar die „Heeme fehlste!“-Koordinatorin Pauline Neumann. Sie zeigte den Gästen beim Rundgang durch die Stadt unter anderem den Bullwinkel-Springbrunnen.

Beim Probewohnen konnten die Teilnehmenden in der Zeit vom 10. August bis zum 7. September jeweils sieben Tage lang die Stadt Spremberg/Grodk und ihre Vorzüge kennenlernen – und bestenfalls gleich Wurzeln in der „Perle der Lausitz“ schlagen. 

Als Erste haben diese Chance Polina Kravtsova und Aleksandr Galchak aus Berlin genutzt. „Wir sind müde von der stressigen Großstadt“, sagt Polina Kravtsova. „Wir möchten gern ruhiger leben. Vielleicht hier in Spremberg“, ergänzt ihr Partner. Beide stammen aus Jekaterinburg in Russland und leben seit einigen Jahren in Deutschland.

Ruhig ist es in Spremberg/Grodk. Das bemerkte das Paar schon am ersten Tag. Als Probewohner ausgewählt wurden die beiden 30-Jährigen von einer Jury. Die hatte es bei den vielen spannenden Bewerbungen aus ganz Deutschland gar nicht so leicht zu entscheiden, wer nach Spremberg/Grodk kommen kann. Bewertet wurden die Einsendungen nach einem Punktesystem. Und auf das Motivationsschreiben kam es an.

25 Erlebnisse in 7 Tagen

Auf die Beine gestellt haben das Probewohnen die lokale Rückkehr- und Zuzugsinitiative „Heeme fehlste!“, die vom Bereich Wirtschaftsförderung der ASG Spremberg GmbH koordiniert wird, sowie die Gesellschaft für Wohnungsbau mbH – GeWoBa – Spremberg. Die beiden Partner hatten auch schon die Probewohn-Premiere im Sommer 2025 organisiert. Passend zum 725. Spremberger Stadtjubiläum stand die diesjährige Aktion unter dem Motto „7 Tage, 25 tolle Erlebnisse“. Das Konzept ist leicht erklärt: Für jeweils eine Woche sind insgesamt vier ausgewählte Probewohner – entweder allein, zu zweit oder mit der Familie – während des einmonatigen Aktionszeitraumes aus anderen Regionen Deutschlands nach Spremberg/Grodk gekommen. Vor Ort entdeckten sie auf eigene Faust, was die Stadt alles zu bieten hat. Vorschläge für tolle Erlebnisse – zum Beispiel abtauchen in den städtischen Freibädern, ein Besuch des Spreekinos oder eine Radtour entlang der Spree – sorgten für reichlich Abwechslung. Zur Verfügung gestellt hat die GeWoBa eine voll ausgestattete Gästewohnung auf dem Georgenberg mit Platz für bis zu vier Personen. Miete und Betriebskosten gab es geschenkt.

Beruf ein wichtiger Punkt

Als Ansprechpartnerin stand den Sprembergern auf Zeit die „Heeme fehlste!“-Projektkoordinatorin Pauline Neumann von der ASG Spremberg zur Seite. Sie begleitete Polina Kravtsova und Aleksandr Galchak am zweiten Tag zur Regionalstelle Spremberg/Grodk der Kreisvolkshochschule (KVHS) Spree-Neiße. Die Bildungseinrichtung ist ein möglicher Arbeitsplatz für die beiden Probewohner. Jobperspektiven in der Stadt aufgezeigt bekommen – auch darum ging es beim Probewohnen. In der Kreisvolkshochschule erfuhren die Tanz- und Kunstlehrerin sowie der Sportpädagoge und Fußballtrainer, wie sie als Lehrkräfte in der Erwachsenenbildung beruflich in Spremberg Fuß fassen könnten. Lehrer werden in der Lausitz dringend gesucht und sind jederzeit herzlich willkommen.

Umzug nach Premiere 2025

Nach der Kennlernwoche müssen sich die Probewohner nicht sofort für Spremberg entscheiden. Aber die Aktion sorgt für Zuzug, bestätigt „Heeme fehlste!“-Koordinatorin Pauline Neumann: „Nachdem Mirela Paun im Sommer 2025 als erste Probewohnerin überhaupt mit ihrer Familie 14 Tage in Spremberg/Grodk zu Gast war, will sie nun mit ihrem Mann Daniel nach Spremberg/Grodk umziehen. Das freut uns als Initiative sehr.“ Das Paar kommt aus Rumänien, hat deutsche Wurzeln. Die Lehrerin und Umweltingenieurin sowie der Polizist und IT-Fachmann starteten ihre Job- und Wohnungssuche – unterstützt von „Heeme fehlste!“ und den Netzwerkpartnern.

Ermöglicht wird die Aktion durch die STARK-Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie.

Familie Paun – Vater Daniel, Mutter Mirela und Tochter Melissa – war im Sommer 2025 zum Probewohnen nach Spremberg/Grodk gekommen. Die Zeit in der Stadt hat überzeugt, das Ehepaar will nun in die „Perle der Lausitz“ umziehen.
Fotos (2): ASG Spremberg GmbH/Tobias Roitsch

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