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Herausgeber: Stadt Spremberg/Grodk · GeWoBa · SWS · SKK · SWAZ · ASG · Krankenhaus Spremberg

STÄDTISCHE WERKE SPREMBERG

Strategie für sichere Versorgung mit der SWS Energie Perle

Der gesetzlich verordnete Kohleausstieg verursacht in der Lausitz einen tiefgreifenden Strukturwandel. Um als Region nicht nur Konsument, sondern aktiver Gestalter grüner Energie zu werden, bedarf es flexibler und fokussierter Unternehmenseinheiten. Deshalb haben die Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH eine Tochtergesellschaft gegründet: die Energie Perle Spremberg (Lausitz) GmbH. Jan Jesikiewicz, SWS-Bereichsleiter Zahlungsverkehr/Finanzbuchhaltung/Controlling, erklärt, was es damit auf sich hat.
Warum war die Gründung der Tochtergesellschaft notwendig?

Sie ist die strategische Antwort auf die fortschreitende Transformation des Energiemarktes. Wir haben das klare Ziel, die Energiewende auf kommunaler Ebene aktiv zu gestalten und zu beschleunigen. Mit der Tochtergesellschaft können wir Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien, z. B. was Windkraft, Speicherlösungen und E-Mobilität betrifft, gezielter, agiler und in enger Kooperation mit Partnern aus Industrie und Umland realisieren.

Welche Vorteile gibt es dadurch?

Die Ausgründung bringt sowohl wirtschaftliche als auch strukturelle Vorteile mit sich. Als eigenständige GmbH kann das Unternehmen schneller auf Marktveränderungen reagieren, Fördermittel beantragen und Verträge für Großprojekte, z. B. für innovative Wärmeversorgungskonzepte, abschließen. Die Neugründung hilft, sich im Wettbewerb zu behaupten und die Wertschöpfung in der Region zu halten. Die Erträge der Erzeugung erneuerbarer Energien fließen direkt zurück in die Region und in den städtischen Haushalt, statt an Großkonzerne zu gehen. Der Ausbau grüner Infrastruktur schafft hochqualifizierte Arbeitsplätze und sichert die Attraktivität Sprembergs als Wirtschaftsstandort.

Wie lange hat der Gründungsprozess gedauert?

Der formelle und strategische Vorlauf nimmt in der Regel bis eineinhalb Jahre in Anspruch: von den ersten wirtschaftlichen Machbarkeitsstudien über die Ausarbeitung der Gesellschaftsverträge und die politischen Abstimmungen in den städtischen Gremien bis hin zur finalen notariellen Beurkundung und dem Eintrag ins Handelsregister. Das stellt sicher, dass das Unternehmen von Tag eins an auf einem rechtlich und finanziell soliden Fundament steht.

Welche Auswirkungen gibt es für die Kunden?

Für die Endkunden in Spremberg/Grodk und Umgebung ergeben sich vor allem langfristige Vorteile und Versorgungssicherheit. Für bestehende SWS-Kunden ändert sich bei den laufenden Verträgen nichts. Die zuverlässige Belieferung, die gewohnten Tarife, der persönliche Service im Kundencenter vor Ort und die Ansprechpartner bleiben wie gewohnt bestehen. Der direkte Zugriff auf regional erzeugten, emissionsfreien Grünstrom macht die Region unabhängiger von den schwankenden und oft unvorhersehbaren Weltmarktpreisen für fossile Energieträger.

Was bedeutet die Gründung über Spremberg/Grodk hinaus?

Sie hat Leuchtturmcharakter für die gesamte Lausitz. Spremberg/Grodk zeigt exemplarisch, wie der Wandel von einer traditionellen Kohleregion hin zu einer Modellregion für erneuerbare Energien gelingen kann. Die Gründung ist kein isolierter Schritt, sondern Teil eines umfassenden Zukunft-Fahrplans. Bis Ende der 2030er-Jahre soll die Wärme- und Energieversorgung weitgehend dekarbonisiert sein. Mit der Energie Perle Spremberg (Lausitz) GmbH wurde ein Werkzeug geschaffen, mit dem die Bürgerinnen und Bürger aktiv an der Energiewende teilhaben – und finanziell wie ökologisch direkt von ihr profitieren.

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