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Herausgeber: Stadt Spremberg/Grodk · GeWoBa · SWS · SKK · SWAZ · ASG · Krankenhaus Spremberg

Sauberes Regenwasser für die Spree

Vorreinigungsanlage in der Wirthstraße

Sauberes Regenwasser für die Spree

Der Neubau der Berufsbildenden Oberschule (BOS) in der Wirthstraße hat auch Auswirkungen auf das Kanalnetz für Regenwasser. Denn durch bebaute und damit versiegelte Flächen wie Gebäude kann dieses nicht mehr im Boden versickern, sondern muss über Leitungen abfließen. Achtlos weggeworfenes Papier, Zigarettenkippen, aber auch Benzinreste und Ruß könnten über den Regen mit in die Spree gespült werden.

Beispielhafte Darstellung: Mithilfe einer Regenwasser-Vorreinigungsanlage können grober Schmutz aber auch Kleinpartikel wie Ruß oder ein Ölfilm herausgefiltert werden.

Grafik: SWAZ

Damit das nicht passiert, plant der SWAZ im Rahmen der Maßnahme „Erweiterungsbau BOS“ die Errichtung einer Vorreinigungsanlage. Ohne diese würden die Wasserbehörden die Einleitung nicht genehmigen. Die Spree ist bereits durch Niedrigwasser belastet und muss deshalb geschützt werden. Die Anlage trägt dazu bei, die Wasserqualität sowie Tier- und Pflanzenleben zu bewahren und die Nutzung des Gewässers, u. a. auch für die Freizeit, langfristig zu sichern.

Feinstfilter für Mikroplastik

Diese Vorreinigungsanlage filtert erste sichtbare Verschmutzungen heraus und reduziert viele Schadstoffe, bevor das Wasser in die Spree gelangt. Dazu gehören:

  • grobe Partikel, die sich im Sandfang oder an der Filteroberfläche absetzen: Sand von Bau- und Straßenflächen, Laub und Zweige aus Bäumen, Papier (z. B. Papiertaschentücher), Verpackungsreste und Zigarettenkippen
  • Schwimmstoffe, die in Ölabscheidern oder schwimmstoffabscheidenden Kammern zurückgehalten werden: Öl- und Benzinreste von Fahrzeugen (sichtbar als glänzender Ölfilm), Hydraulik- oder Motoröl von Baustellenmaschinen sowie kleine Mengen an Treibstoff aus undichten Tanks
  • Feinkörner und Schwebstoffe, die sich in den Sedimentationszonen ablagern und durch Feinstfilter zurückgehalten werden: Ton-, Staub- und Rußpartikel vom Straßenverkehr, feiner Straßenabrieb von Reifen und Bremsen sowie Mikroplastikpartikel (z. B. Fasern aus Textilien)
So funktioniert es

Das Regenwasser wird durch Regeneinläufe oder Dachrinnen über das Kanalnetz in die Anlage geleitet, wo es durch verschiedene Reinigungsstufen läuft. In einem Sandfang setzen sich schwere und grobe Partikel ab. Manchmal gibt es zusätzliche Filter oder Sedimentationszonen, die feinere Stoffe herausfiltern. Auch Schwimmstoffe wie Öl können über Ölabscheider zurückgehalten werden. Das so vorgereinigte Wasser kann anschließend deutlich schadstoffärmer in die Spree geleitet werden. Die jeweiligen Reinigungsschritte und Bauausführungen werden mit fortschreitender Planung festgelegt.

Mit dem Bau der Vorreinigungsanlage beweist der SWAZ Verantwortung auch bei dem Schulneubau, setzt neueste Technik ein, erfüllt die aktuellen Regeln und schützt natürliche Ressourcen.

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Die Geschichte des Krankenhauses

Krankenhaus Spremberg

Die Geschichte des Krankenhauses

Eine historische Ansicht des Krankenhauses: Der Gebäudetrakt wird auch heute genutzt. Unter anderem befindet sich hier die Gynäkologische Praxis des MVZ.

Archivfoto: Krankenhaus Spremberg

Wenn Spremberg/Grodk in diesem Jahr das 725. Jubiläum feiert, gehört zur Erfolgsgeschichte auch das Krankenhaus. Das blickt immerhin auf eine 157-jährige Vergangenheit. Einige Meilensteine sind hier aufgelistet. Eine Sonderausstellung wird vom 1. bis 25. Juni im Bürgerhaus gezeigt.

Der neue Patientengarten, eröffnete im Herbst 2025, bietet verschiedene Sitz- und Ruhemöglichkeiten und außerdem auch Aktionsbereiche. Hecken und Sträucher werden für natürlichen Sichtschutz sorgen.
Foto: Krankenhaus Spremberg

1869
Inbetriebnahme mit 65 Patienten jährlich, nach einem Jahr Bauzeit
1900
190 Patienten pro Jahr
1914 – 1918
Nutzung als Lazarett
1923
Anbau zweier Seitenflügel u. a. mit 50 Betten, Zentralheizung, Röntgenzimmer
1931
Erweiterungsbau mit Patienten- und Schwestern-zimmern, elektrischer Fahrstuhl, insgesamt 120 Betten
1943
Team – eine Oberschwester, 30 Schwestern, 2 Krankenwärter, 25 sonstige Angestellte und mehrere Assistenzärzte
1945–46
die Rote Armee nutzt das Gebäude als Magazin; Behelfskrankenhaus in der ehemaligen Schnabelschen Villa auf dem Schomberg
1958/1959
Einweihung Wirtschaftstrakt u. a. mit Wäscherei, Küche, Speiseraum
1961
325 Betten
1964
Eröffnung der Kreispoliklinik, bis 1967 dem Krankenhaus zugehörig
1973–1977
umfangreiche Rekonstruktion des Krankenhauses, 266 Betten
1975
Inbetriebnahme einer Kinderstation mit 20 Betten
1989
Krankenhaus umfasst fünf Fachabteilungen mit 245 Betten
1990–1995
umfangreiche Modernisierungsarbeiten
1991
Eröffnung einer psychiatrischen Station
1997
Gründung Förderverein Krankenhaus Spremberg e.V.
1998
Förderverein übernimmt Trägerverantwortung
2003
neues Bettenhaus, vier Stationen mit 132 Betten
2004
Inbetriebnahme der rekonstruierten Psychiatrie, drei Stationen mit 54 Betten
2007
Eröffnung des Betriebskindergartens mit 50 Plätzen
2012
Neuer Funktionstrakt mit Notaufnahme, Intensivmedizin, OP-Trakt, Küche, Cafeteria und Technikräumen
2013
Eröffnung der 4. psychiatrischen Station
2014
Eröffnung der MVZ Poliklinik Spremberg GmbH
2018
jährlich 5.800 Patienten stationär, 8.840 ambulant, mehr als 23.200 im MVZ
2019
Eröffnung des rekonstruierten Ambulanz-Bereiches
2020
psychiatrische Tagesklinik in Forst mit 18 Plätzen in Betrieb genommen
2022
Dezember: Eröffnung des Schutzschirmverfahrens (Insolvenz) aufgrund Liquiditätsengpasses nicht verhandelter Budgets und Fehlbelegung Psychiatrie
2023
Umbau Chirurgische Station in Ambulantes OP- und Sprechstundenzentrum (OPV)
2024
Eröffnung Psychiatrische Institutsambulanz (PIA) in Wendenstraße
2024
Kooperation mit Health and Medical University Potsdam (HMU) im Bereich der Ausbildung von Medizin-studenten
2024
Lehrpraxis MVZ
2024
Zertifizierung Diabetes Exzellenzzentrum (Krankenhaus und MVZ)
2025
neu: Schulter-Chirurgie
2025
energetische Sanierung Wirtschaftsgebäude und Poliklinik (mit neuer Fassade)
2025
Gründung Weiterbildungsnetzwerk Allgemeinmedizin
2025
neue Fachrichtung Schmerzmedizin
2025
Eröffnung Patientengarten

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Aktuelles zum Gas

Städtische Werke Spremberg

Aktuelles zum Gas

Um auch 2026 die Sicherheit der Gaskunden der SWS sowie die Betriebssicherheit des Rohrnetzes zu gewährleisten, ist eine regelmäßige Überprüfung erforderlich.
Dazu wird ohne vorherige Terminabsprache der im Gebäude liegende Gashausanschluss bis einschließlich der Hauptabsperreinrichtung auf Dichtheit geprüft. Diese Kontrolle erfolgt in größeren Abständen und ist für Sie kostenlos. In Mehrfamilienhäusern sind die Wohneinheiten nicht betroffen. Das SWS-Team bittet um Zugang zu den Anschlussräumen und Hauptabsperreinrichtungen.

Bitte schützen Sie sich vor Betrügern: Im Einsatz sind ausschließlich SWS-Mitarbeiter, die sich ausweisen können. Bei Unsicherheiten – einfach telefonisch an die SWS wenden: Tel.-Nr: 03563 39070.

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Unsere Geschichte der Gasversorgung

Städtische Werke Spremberg

Unsere Geschichte der Gasversorgung

Seit 162 Jahren sorgt der fossile Energieträger Gas in Spremberg/Grodk für Licht und Wärme. Laut Klimaschutzgesetz ist bis 2045 Schluss damit. Erdgas wird dann durch neue Gase wie Wasserstoff, seine Derivate sowie Biogas ersetzt. Wir blicken zurück.

Die Spremberger waren stolz auf ihre Gasanstalt und widmeten ihr sogar eine Ansichtskarte, auf der die Anlage im Jahre 1867 abgebildet ist.

Postkarte: SPREE-PR/Archiv

Die Nutzung des Erdgases als Energiequelle begann in der „Per-le der Lausitz“ 1864. Dokumente im Stadtarchiv verweisen bereits 1859 auf eine geplante Gaserzeugungsanstalt. Bis zur Erteilung des Bauauftrages an den Gasingenieur Petzsch dauerte es noch vier Jahre, aber am 30. November 1863 war es soweit. Die Umsetzung war rasant. Für das Vorhaben hatten die Spremberger einen Kredit in Höhe von 73.323 Talern beschafft. Schnell wurde die stadteigene Fläche planiert – unweit des heutigen Spremberger Krankenhauses, das übrigens 1869 nach einem Jahr Bauzeit eröffnet wurde (siehe Seite Krankenhaus). Kurz nach Baustart am 2. Januar 1864 mauerten die Bauarbeiter mitten im Winter die Fundamente und am 29. Februar wurde der Grundstein zur Gasanstalt gelegt. Ab 20. Juni folgte die Verlegung der Gasrohre in die Altstadt und bereits am 1. November 1864 nahm die Spremberger Gasanstalt ihren Betrieb auf.

Und es wurde Licht

Sie gehörte zu den ersten städtischen Gaswerken in der Lausitz und lieferte die Energie für die dringend benötigte Straßenbeleuchtung, für das Licht in den Fabriken der aufstrebenden Tuchindustrie und für die Wohnungen der Spremberger. „Den Markt- und Wilhelmplatz erleuchtete je ein Kandelaber mit fünf Flammen“, geht aus dem Archiv hervor. Weitere dieser Leuchter gab es auf dem Schlossplatz und an der schon damals bedeutsamen Kreuzung Berliner-/Dresdener Straße. In der Mitte des Spremberger Markplatzes steht noch heute ein historisch anmutender Kandelaber. Sein Licht wird allerdings nicht mehr mit Gas erzeugt. Rückblick ins Jahr 1864: „In den Straßen brannten fortan sommers von Eintritt der Dunkelheit bis eine Stunde vor Mitternacht, in der übrigen Zeit des Jahres bis 10 Uhr abends 112 Gaslaternen.“ In Privathaushalten erhellten rund 2.500 Gasflammen die Stuben.

Warm-Wasser-Badeanstalt

Die Geburtsstunde des Gaswerkes ist zugleich die der Stadtwerke. Der Bedarf stieg stetig, denn Gas wurde auch zum Heizen und Kochen genutzt. Im ersten Jahr lieferte das Werk 2.792.500 Kubikfuß Gas (= 129.000 Kubikmeter). Die Gasbehälter wurden immer fülliger, die Kesselanlagen und Öfen immer moderner. Im Mai 1926 öffnete auf dem Gelände die „Städtische Warm-Wasser-Badeanstalt“ mit Schwimmbad, medizinischen Bädern und Massageräumen. Laut Chronik zählten die Bademeister in der ersten Woche 555 „Männlein“ und 277 „Weiblein“. Die Spremberger Stadtbahn, bereits 1898 gegründet, wurde 1934 Teil der Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH.

Vom VEB zur Stadttochter

Am 1. Januar 1950 hörte die Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH regierungsamtlich auf zu bestehen. Sie wurde Teil des Energiebetriebes Nord, einem VEB. 1964 erfolgte die völlige Stilllegung der Gasproduktion und es begann die Ferngasversorgung aus dem neuen Gasgiganten Schwarze Pumpe. In der politischen Wende 1990 stellten Spremberger Stadtverordnete den Antrag auf Rückgabe des kommunalen Vermögens. Die Neugründung der Städtische Werke Spremberg (Lausitz) GmbH erfolgte am 1. Januar 1991. Alleiniger Gesellschafter der GmbH ist die Stadt, die mit der Tochter am gleichen Tag auch einen Konzessionsvertrag für die Stromversorgung abschloss.

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„Reif für die Insel“ im Färberquartier

Planung für die „Spreeharfe“ vor dem nächsten Abschnitt

„Reif für die Insel“ im Färberquartier

Im Färberquartier befindet sich ein Projekt der Stadt Spremberg und der GeWoBa gemeinsam mit der „mks Architekten-Ingenieure GmbH“ kurz vor dem Abschluss: die Sanierung und Aufstockung der Bahnhofstraße 1–2. Hier entstehen ein Zentrum für medizinische Versorgung sowie vier Penthouse-Wohnungen in Holzbauweise.

Mit dem kommunalen Großprojekt „Spreeharfe“ entsteht im Stadtzentrum im Bereich der Jägerstraße ein komplett neues Quartier.

Grafik: GeWoBa

Das zweite kommunale Großprojekt ist die „Spreeharfe“ im Stadtzentrum. Mit ihr entsteht ein komplett neues Quartier im Bereich der Jägerstraße. Dazu gehört laut Stadtverwaltung auch ein großer Edeka-Supermarkt. Die AG Stadtentwicklung sammelt Ideen für eine lebenswerte Gestaltung der Innenstadt (siehe QR-Code). Nach außen hin ist die „Spreeharfe“ zwar noch nicht sichtbar, sie entwickelt sich aber ebenfalls. Ende August 2026 – also nach dem Heimatfest zum großen Stadtjubiläum – soll die Baumaßnahme beginnen.

Bevor eine Straßendecke in der „Spreeharfe“ gezogen werden kann, werden alle unterirdischen Medien neu verlegt. Eine Besonderheit betrifft die Abwasserentsorgung im Bereich „Spreeharfe“: Es gibt jeweils einen Kanal für das Regen- und einen für Schmutzwasser.
Grafik: G. Schulze/Spree-PR

Das bedeutet, die unterirdischen Medien an die neuen Bedürfnisse anzupassen. Aktuell befinden sich die daran beteiligten Unternehmen wie der SWAZ, die SWS, die GeWoBa und die Stadt Spremberg in Abstimmung zur Neuverlegung der Medien Strom, Fernwärme, Trink-, Ab- und Regenwasser, Telekommunikation. Im März soll die Genehmigungsplanung für die Medien sowie den Straßenneubau vorliegen und den zuständigen Ämtern zugeschickt werden. Im Juni würde dann mit der Ausführungsplanung und der Vergabe der Bauleistungen begonnen werden. Geplanter Baubeginn für die Medien im Erdreich ist der 31. August 2026. Wenn diese bis Jahresende verlegt sind, kann bis Mitte 2027 die Straße errichtet und ab da als Baustraße genutzt werden. Dann startet die GeWoBa mit dem Bau der Häuser. Erst nach Fertigstellung des Rohbaus wird der Asphalt auf die Straße gebracht.

Das Konzept „Spreeharfe“: Im ersten Bauabschnitt werden das halbrunde Kopfgebäude mit 3-Zimmer-Wohnungen sowie die zwei angrenzenden Gebäude mit 4-, 3- und 2-Zimmer-Wohnungen errichtet. Im zweiten Bauabschnitt entstehen zwei weitere Gebäude, die dann das Ensemble an der Bahnhofstraße abschließen. Das Besondere daran: Es ist als Hybridkonstruktion geplant. Auf einem Stahlbetonsockel werden die Obergeschosse in einer Stahlbetonskelettkons-truktion errichtet und eine hochdämmende, aus nachwachsenden Rohstoffen errichtete Holzfassade davor gehängt. Ziel des Projektes ist es, die Betriebskosten auf ein Minimum abzusenken.

Die AG Stadtentwicklung sammelt Ideen für eine lebenswerte Gestaltung der Innenstadt.

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Qualitätswasser aus der Leitung

„Slamener Riesling“ mit Bestnoten

Qualitätswasser aus der Leitung

Die Spremberger nennen ihr Wasser aus der Leitung auch den „Slamener Riesling“. Und der schmeckt. Bei Blindverkostungen belegt er regelmäßig vordere Plätze. Zum 725. Stadtjubiläum wird das Trinkwasser aus dem Verbandsgebiet des SWAZ in besondere Flaschen abgefüllt und vermarktet.

Die Geschichte des Spremberger Wasserwerkes ist fast 100 Jahre alt. Fast – denn seit 1930 wird in den Slamener Kuthen Trinkwasser aufbereitet. Der Begriff Kuthen stammt aus dem Sorbischen und bezeichnet eine Tümpellandschaft. Die Slamener Kuthen sind Teil des Landschaftschutzgebietes „Slamer Heide“. Unterhalb der Kuthen fließt ein großer, vor Jahrhunderten entstandener Urstrom in etwa 30 bis 40 Metern Tiefe. Das Wasser ist von hervorragender Qualität, aber eisenhaltig, manganhaltig und mit freier Kohlensäure.

Sehr weiches Wasser

Bevor daraus der „Slamener Riesling“ wird, werden Eisen, Mangan und freie Kohlensäure durch die Aufbereitung im Wasserwerk entfernt. Das Spremberger Rohwasser ist sehr weich. Auch heute noch wird das Trinkwasser wie vor knapp 100 Jahren belüftet, gefiltert und durch das Filtermaterial aufgehärtet. Weil der Wasserverbrauch zu DDR-Zeiten stark anstieg, wurde das Wasserwerk 1957/58 durch einen Neubau erweitert. Damals wurde auch ein zweiter Reinwasserbehälter mit einer Kapazität von 1.000 m³ Inhalt gebaut. Heute wird das Rohwasser aus acht Tiefbrunnen gewonnen.

Der „Slamener Riesling“ bekommt für das Festjahr ein hochwertiges Erscheinungsbild. Der Inhalt ist der Gleiche wie aus der Leitung im Spremberger Verbandsgebiet des SWAZ. Das Gute daran: Wenn die Flasche leer ist, kann sie einfach wieder mit dem edlen Tropfen aus der Wand aufgefüllt werden.

Grafik: SPREE-PR/Schulze GmbH

Keine Chlorung

Aufgearbeitet wird es auf zwei unabhängigen Straßen mit Druckbelüftung und je vier geschlossenen Zweistufenfiltern. Von 1998 bis 2008 wurde das Wasserwerk bei laufendem Betrieb umgebaut und rekonstruiert. Dank der guten Arbeit des Teams musste das Wasser seit 1990 noch nie gechlort werden. Das ist keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis harter Arbeit, laufender Kontrolle und hoher technischer Standards verbunden mit dem Engagement vieler Fachkräfte. Die Spremberger und ihre Gäste können den „Slamener Riesling“ deshalb auch heute noch in seiner reinen unbehandelten Qualität genießen.

Der Turm aus 44 Wasserkästen verdeutlicht, wie viel 500 Liter Wasser sind. Beim günstigsten Anbieter kostet das ca. 615 Euro. Die gleiche Menge Trinkwasser aus der Leitung kostet in Spremberg 0,93 Euro.
Foto: SWAZ

Geprüfte Qualität

Der Geschmack wurde übrigens geprüft. Beim Wasser- und Naturschutztag 2025 haben Besucher sieben Wasserproben blind verkostet – drei aus den Wasserwerken Spremberg, Döbern und Bohsdorf sowie vier Mineralwasser aus dem Handel. Auf dem 1. Platz landete das erfrischende Nass aus dem Wasserwerk Döbern, gefolgt vom Wasserwerk Spremberg auf Platz 2. Nur ein Mineralwasser schaffte es auf einen vorderen Platz, ist mit 1,23 Euro pro Liter aber gut 600 Mal teurer als das Trinkwasser aus den Leitungen. Das Wasser aus dem Bohsdorfer Wasserwerk landete auf dem 4. Platz. Es kostet ebenso wie in Spremberg 0,00186 Euro pro Liter. In Döbern zahlen die Kunden 0,0022 Euro/Liter.

Das teuerste getestete Mineralwasser aus dem Handel kostet 1,49 Euro pro Liter, fiel bei den Teilnehmern aber mit null Punkten durch. Um zu verdeutlichen, wie viel 0,5 m³ (500 l) Wasser sind, baute das SWAZ-Team 44 Wasserkästen auf. Die Kosten beim günstigen Mineralwasseranbieter 615 Euro (1,23 Euro ✕ 500 l = 615 Euro).

Für die gleiche Menge Trinkwasser aus der Leitung zahlen die Verbraucher in Spremberg und Bohsdorf 0,93 Euro (0,00186 Euro ✕ 500 l = 0,93 Euro) und in Döbern 1,10 Euro (0,0022 Euro ✕ 500 l = 1,10 Euro).

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Grußwort

Stadt Spremberg/Grodk

Grußwort

Liebe Sprembergerinnen, liebe Spremberger, liebe Gäste!

Im Jubiläumsjahr der Stadt Spremberg/Grodk anlässlich der Ersterwähnung der Stadt vor 725 Jahren haben sich vielfältige Akteure im besten Sinne des Wortes zusammengetan, um für unsere Einwohnerinnen und Einwohner, aber besonders auch für unsere Gäste aus nah und fern, ein abwechslungsreiches Programm zu ge-stalten. Es ist nicht übertrieben, wenn wir feststellen, da ist für jeden etwas dabei.

Dies ist nun schon die 5. Ausgabe unserer Stadtzeitung, in der wir davon berichten, wie die kommunalen Unternehmen, die Abgeordneten in den Aufsichtsgremien und die Stadtverwaltung gemeinsam abgestimmt an der Stadtentwicklung mitwirken, getreu dem Motto: Gemeinsam sind wir stark!

Christine Herntier, Bürgermeisterin
Foto: Detlef Bogott

So ein Jubiläum ist ja hervorragend dafür geeignet, Bilanz zu ziehen und den Blick in die Zukunft zu schärfen und auch zu wagen. In dieser Zeitung tun wir genau das!
Neben der ganzen Arbeit, denn es ist eine harte und verantwortungsvolle Arbeit, die wir gemeinsam leisten, soll natürlich das Feiern nicht zu kurz kommen! Wir freuen uns sehr darauf zusammenzukommen, das Erreichte zu würdigen und zu genießen und uns darauf zu freuen, was alles noch kommt und wie schön es werden wird. Im Stadtzentrum und in allen Ortsteilen gibt es viel zu entdecken, schauen Sie es sich an, lassen Sie sich im besten Sinne des Wortes durch unsere schöne Stadt treiben.

Ich lade Sie ein: Kommen Sie nach Spremberg/Grodk, feiern Sie mit uns, erfreuen Sie sich daran, was alles geboten wird.

Wir heißen Sie herzlich willkommen!

Christine Herntier,
Bürgermeisterin

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Stadtradeln Spremberg 2026

Informationen zu den Touren

Stadtradeln Spremberg 2026

Die Spremberger STADTRADELN-Kampagne beginnt am 6. Juni 2026 mit einer besonderen Aktion: Möglichst viele Radfahrerinnen und Radfahrer sollen sich um 9:30 Uhr auf dem Spremberger Marktplatz versammeln und sich für ein Foto aufstellen – zur Zahl 725. Passend zum Stadtjubiläum.

Start und Ziel der STADTRADELN-Touren ist wie im Sommer 2025 der Marktplatz. Da fand erstmals das STADTRADELN in Spremberg/Grodk statt. In diesem Jahr geht die Aktion in die nächste Runde.
Foto: Siegfried Jung/ASG Spremberg GmbH

  • Anschließend startet um 10 Uhr die rund 58 Kilometer lange Auftakttour auf dem Marktplatz. Die Route führt u. a. durch Schwarze Pumpe, vorbei am Blu-noer Südsee und am Partwitzer See. Kurz vor Hoyerswerda geht es wieder zurück in Richtung Spremberg.
  • Als zweite Rundfahrt steht für den 14. Juni, 9 Uhr, die große „Jubiläumstour 725 Jahre Stadt Spremberg/Grodk“ im Kalender. Auf einer Strecke von 72,5 Kilometern geht es durch die Kernstadt und alle Ortsteile.
  • Die Abschlusstour „Spremberger Industrie – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“ startet am 26. Juni um 16 Uhr auf dem Marktplatz. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Eine Voranmeldung ist erforderlich. Das ist für den reibungslosen Einlass am Industriepark wichtig. Interessenten können sich online unter https://www.asg-spremberg.de/isp-radtour-2026/ für die Industrie-Tour anmelden.
  • Die Teilnahme an allen Touren ist kostenfrei.
  • Weitere Informationen zum STADTRADELN gibt es unter https://www.stadtradeln.de/spremberg
  • Angeboten werden darüber hinaus weitere Touren im Rahmen der Aktion Perle-Radeln 2026. Details dazu gibt es unter https://www.komoot.com/de-de/user/spremberg

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Radtour durch den Industriepark

Einmalig im Jubiläumsjahr

Radtour durch den Industriepark

Auf dem Fahrrad den Industriepark Schwarze Pumpe (ISP) bei Spremberg/Grodk erkunden – das ist ein besonderes Erlebnis. Die Gelegenheit bietet sich nicht oft.

Zahlreiche Radfahrerinnen und Radfahrer waren Ende August 2025 im Industriepark Schwarze Pumpe unterwegs. Gefeiert wurde damals der Tag der offenen Tür zum 70-jährigen Bestehen des Wirtschaftsstandortes. Die geführten Radtouren waren sehr gefragt und schnell ausgebucht. Am 26. Juni 2026 wird wieder zu einer Tour durch den Industriepark eingeladen.

Foto: Siegfried Jung/ASG Spremberg GmbH

Für den öffentlichen Radverkehr sind die Straßen des mehr als 1000 Hektar großen Areals – dort fahren viele Lkw – tabu. Doch am 26. Juni 2026 wird das anders sein. Eingeladen wird dann zu der geführten Radtour „Spremberger Industrie – Vergangenheit, Gegenwart, Zukunft“. Ein Höhepunkt ist die 7,25 Kilometer lange Etappe durch den ISP – angelehnt an das 725. Stadtjubiläum.

Die Rundfahrt durch den überregional bedeutenden Wirtschaftsstandort mit seinen mehr als 110 Unternehmen ist Teil der insgesamt rund 30 Kilometer langen Abschlusstour des STADTRADELN 2026 in Spremberg. Organisiert wird die lokale Kampagne von der ASG Spremberg GmbH.

Link zur Karte der Tour: https://www.komoot.com/de-de/tour/2759029727
Grafik: SPREE-PR/Schulze

Start ist auf dem Marktplatz. Der Weg führt durch die Ortsteile Trattendorf – einst Kraftwerkstandort – und Schwarze Pumpe zum ISP-Haupttor. Im Industriepark geht es unter anderem vorbei an der historischen LEAG-Brikettfabrik sowie an der Papierfabrik der Hamburger Rieger GmbH. Ihr Start im Jahr 2005 markiert einen wichtigen Schritt in der Entwicklung hin zum modernen Industriepark. Ein Millionen-Projekt, das derzeit umgesetzt wird, ist der Forschungscampus Green Circular Economy (CircEcon), eine Pilotfabrik für eine treibhausgasneutrale Kreislaufwirtschaft. Die Baustelle liegt am 26. Juni ebenfalls auf der Route.

Die Menschen in der Lausitz interessieren sich sehr für den Industriepark Schwarze Pumpe. Der Tag der offenen Tür zum 70-jährigen Bestehen des Standortes lockte Ende August 2025 fast 18.000 Besucherinnen und Besucher an. Schnell ausgebucht waren die geführten Radtouren durch den ISP an dem Tag.

Seine Geschichte begann am 31. August 1955 mit dem ersten Spatenstich für das Kohleveredelungskombinat Schwarze Pumpe. Heute arbeiten im Industriepark, der von der ASG Spremberg gemanagt und entwickelt wird, mehr als 5.000 Menschen. Er wandelt sich. Allein auf die Braunkohle als Energieträger ist der Standort, durch den die Landesgrenze zwischen Brandenburg und Sachsen verläuft, schon lange nicht mehr ausgerichtet. Unternehmen aus den Bereichen Maschinen- und Anlagenbau, Produktion, Logistik und Dienstleistung haben sich seit den 1990er-Jahren angesiedelt.

Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit und moderne Technologien spielen heute eine wichtige Rolle. Unternehmen planen Neuansiedlungen und Erweiterungen. In den nächsten Jahren sollen zahlreiche zusätzliche Jobs entstehen. Geplant sind Investitionen in Milliardenhöhe.

Nach der Etappe durch den ISP geht es bei der Industrie-Radtour weiter durch den Stadtwald, wo Windräder grünen Strom erzeugen. Durch das Industriegebiet Ost radeln die Teilnehmerinnen und Teilnehmer schließlich wieder zurück zum Marktplatz.

Ziel der Spremberger STADTRADELN-Kampagne ist, den Radverkehr im Alltag populär zu machen. Erstmals wurde im Sommer 2025 unter dem Motto „Gemeinsam radeln – Vielfalt bewegen – Dialogkultur stärken“ zum Mitmachen aufgerufen. In der Zeit von Mitte Juni bis Anfang Juli legten 337 aktive Radlerinnen und Radler aus 30 Teams insgesamt 71.228 Kilometer zurück.

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Chirurgisches Nähen zum Tag der offenen Tür

Spannender Blick hinter die Kulissen

Chirurgisches Nähen zum Tag der offenen Tür

Ein Mal selbst am OP-Tisch stehen – auch ohne medizinische Ausbildung und vor allem ohne Folgen für andere? Das geht beim Tag der offenen Tür am 27. Juni im Spremberger Krankenhaus. Mit zahlreichen Aktionen, Führungen, einer Teddysprechstunde, Informationsständen und vielem mehr gewährt das Team der breiten Öffentlichkeit einen Blick hinter die Kulissen.

Chirurgisches Nähen will gelernt sein. Ob die eigenen Fähigkeiten für eine akkurate Naht reichen, können die Besucher beim Tag der offenen Tür selbst ausprobieren.

Foto: Detlef Bogott

Von 10 bis 16 Uhr können die Besucher die verschiedenen Stationen und Abteilungen besichtigen, darunter die Notaufnahme, die Küche und die Psychiatrische Tagesklinik. Sowohl als Versorger als auch als Arbeitgeber ist das Krankenhaus für die Region von enormer Bedeutung. Deshalb sind diese besonderen Einblicke auch für zukünftige Mitarbeiter interessant.

Ruhige Hände gefragt

Wie funktioniert ein Beatmungsgerät, was lässt sich durch ein EKG erkennen – das und vieles mehr wird beispielsweise auf IMC (Intermediate Care, Behandlungsstufe zwischen Intensivstation und Normalstation) erläutert. Im OP-Bereich geht es unter anderem um chirurgisches Nähen und im OP benötigte Instrumente – und die Gäste dürfen auch selbst
einmal ihre ruhigen Hände unter Beweis stellen.

Geht es Teddy gut? Das erfahren die kleinen Gäste, wenn sie mit ihrem plüschigen Begleiter die Teddy-Sprechstunde besuchen. Die brachte bereits beim vergangenen Tag der offenen Tür erstaunliche Diagnosen ans Licht.
Foto: Krankenhaus Spremberg

Es wird Informationsstände von Firmen, aber auch von Interessengruppen wie dem Sozialdienst, Selbsthilfegruppen und Einrichtungen mit Bezug zum Thema Medizin und Gesundheit geben. In der Teddy-Klinik werden die plüschigen Patienten auf Herz und Nieren geprüft. Außerdem soll es u. a. eine Hüpfburg und Versorgungsstände geben, so dass der Tag der offenen Tür für die ganze Familie zum Erlebnis wird.

Weitere Informationen unter: www.krankenhaus-spremberg.de

Das Krankenhaus in Zahlen:

  • zirka 5.000 stationär betreute Patienten pro Jahr, weitere 50.000 ambulante Patientenfälle jährlich (inklusive MVZ), 10.000 Kontakte in der Notaufnahme, 50.000 Kontakte Service-Gesellschaft (KVS)
  • 450 Mitarbeiter, davon 350 im Krankenhaus, 50 im Medizinischen Versorgungszentrum MVZ, 50 in der Klinik Verpflegungs und Service GmbH
  • Spremberger Krankenhaus GmbH mit den Abteilungen Innere Medizin, Gynäkologie, Chirurgie, Anästhesie und Notfallmedizin, Schmerzmedizin sowie Psychiatrie
  • Trägerschaft des Hauses besteht aus der Stadt Spremberg sowie dem Förderverein Krankenhaus Spremberg e.V.

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